Archiv für Februar 2011

Casa Pound – faschistische Demo in Bozen 2011

Februar 21, 2011
Casa Pound Bozen mit Faschistengruss im Sarntal

Casa Pound Bozen mit Faschistengruss im Sarntal

Bevorstehende faschistische Demo in Bozen am 5. März 2011

Die schwarze Welt der Anhänger von „Casa Pound“

Am 5. März 2011 will die Organisation „Casa Pound“ im Verbund mit der neofaschistischen italienischen Landtagspartei „Unitalia“ und mit einigen Tausend „Casa Pound“-Aktivisten aus ganz Italien in Bozen für den Erhalt der faschistischen Denkmäler in Südtirol demonstrieren.

„Bolzano ist Italien – Das, was mit Blut der Helden geschrieben wurde, kann man nicht mit dem Speichel der Politiker auslöschen“ steht auf dem Plakat geschrieben, welches für den 5. März zum „Nationalen Umzug in Bolzano“ aufruft. Ein weiteres Plakat verkündet im Namen von „Casa Pound“ und der neofaschistischen Partei „Unitalia“: „Kein Kompromiss ist die Identität eines Volkes wert“ und zeigt als Symbol dieser italienischen „Identität“ das faschistische Siegesdenkmal mit seinen Liktorenbündeln und Mussoliniköpfen auf der Fassade.

Auf tausenden Flugblättern, die bereits in Bozen verteilt wurden, hat „Casa Pound“ dem Minister Bondi, welcher dem Land Südtirol die Zuständigkeit für die faschistischen Denkmäler im Lande zugesprochen hat, folgende Worte in den Mund gelegt:

„Danke! Ich habe die italienischen Denkmäler in Bolzano ebenso wie das vergossene Blut deiner Großväter für zwei österreichische Stimmen im Parlament verkauft.“

Der Verbündete von „Casa Pound“ bei der bevorstehenden Demonstration in Bozen: Donato Seppi von der neofaschistischen „Unitalia“ (ganz rechts im Bild – wie immer bei solchen Anlässen mit Alpini-Hut ausstaffiert – bei einer Kranzniederlegung vor dem faschistischen Siegesdenkmal in Bozen)

Die „Südtiroler Volkspartei“ (SVP) hat bereits öffentlich gegen dieses Vorhaben protestiert.

Für die breite Öffentlichkeit ist „Casa Pound“ kein Begriff. Deshalb sei diese in Italien beunruhigend erstarkende und von der offiziellen Politik wohlwollend geduldete neofaschistische Bewegung hier näher vorgestellt:

(weiterlesen…)

Vorheriger Artikel

Februar 17, 2011
Luis Durnwalder spricht deutsch

Luis Durnwalder spricht deutsch

LH Durnwalder bleibt Staatsfeiern „150 Jahre Einheit Italien“ fern:

Die Masken fallen – das Volk sieht klarer

Südtirols Landeshauptmann Luis Durnwalder verweigert Teilnahme an Italiens Einheitsfeier

Am 17. März 1861 war das Königreich Italien ausgerufen worden. Dieser Tag wurde nun anlässlich der 150. Wiederkehr in Italien zum Feiertag erklärt. Die italienische Unterrichtsministerin Gelmini verfügte, dass an allen Schulen das 150-Jahr-Jubiläum der Einheit Italiens zu begehen sei.

Das wiederum erinnert die Landtagsabgeordnete Eva Klotz von der „Süd-Tiroler Freiheit“ an die Maßnahmen aus der Faschistenzeit, wie sie in einer Stellungnahme schreibt. Auch damals wurden Kinder und Jugendliche in Schulen zu politisch- ideologischen Huldigungen und Jubelfeiern angehalten oder gezwungen.

Darüber hinaus haben der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano und Staatschef Berlusconi zu einer Reihe offizieller Italien-Einheits-Jubelfeiern eingeladen. Die Einladung erging auch an den Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder.

Am 7. Februar 2011 wurde auf einer Sitzung der Südtiroler Landesregierung entschieden, dass das Land Südtirol an diesen Feierlichkeiten nicht offiziell teilnehmen werde.

(weiterlesen…)

Frei.Wild – Wahre Werte

Februar 14, 2011

Endlich ist es da, das neue Video von Frei.Wild zum Lied Wahre Werte. Es ist wohl das beste Lied, das Frei.Wild auf der neuen CD “Gegengift” hat. Ehrlich und direkt singen die vier Jungs aus Brixen im Süden Tirols über ihre Heimat. Sie zeigen auf, wie wichtig es ist, Traditionen, Brauchtum und Kultur zu bewahren. Für die Südtiroler ist dies überlebenswichtig, wollen sie nicht vom italienischem Staat aufgefressen werden. Im Video sind auch die Großkundgebungen der Südtiroler Schützen zu sehen, welche gegen faschistische Denkmäler in Südtirol demonstrieren und ein freies Südtirol fordern.

Vor 50 Jahren in Südtirol

Februar 14, 2011
Mussolini in Waidbruck am Boden - 1961

Mussolini in Waidbruck am Boden - 1961

Vor 50 Jahren in Südtirol: Zeitgeschichtliche Dokumentation

Vorweg: Im Jahre 1961 bestand – im Gegensatz zu heute – für die Südtiroler keine Möglichkeit, sich auf friedliche Weise erfolgreich gegen eine faschistische Unterdrückungspolitik zu wehren, welche die Existenz der Volksgruppe bedrohte.

Die Sprengung eines faschistischen Denkmals in Waidbruck war eine Warnung gewesen, die viel Unheil und Leid hätte verhindern können, wenn man in Rom bereit gewesen wäre, sie zu hören.

Es war in der Folge der Südtiroler Freiheitskampf, der die alte faschistische Politik auf den Müllhaufen der Geschichte warf. Seitdem hat sich die Lage auch durch das Verdienst der damaligen Freiheitskämpfer und durch die Bemühungen der Politik grundlegend geändert.

(weiterlesen…)

Mussolini muß in Bozen vom hohen Ross herunter!

Februar 2, 2011

 

Gruppenfoto mit Luigi Spagnolli vor dem Mussolinirelief

Gruppenfoto mit Luigi Spagnolli vor dem Mussolinirelief

Mussolini muß in Bozen vom hohen Ross herunter!

Am 27. Jänner 2011 ließ der Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder (SVP) auf einer Pressekonferenz in Bozen eine politische Bombe platzen:

Das Relief auf dem Finanzamt in Bozen (dem früheren faschistischen Hauptquartier) mit dem faschistischen Diktator Mussolini hoch zu Ross, kann durch die Südtiroler Landesregierung entfernt werden. Das hat der italienische Kulturminister Sandro Bondi („PdL“), ein Vertrauensmann von Regierungschef Silvio Berlusconi, in einem Schreiben zugesagt.

„Nachdem die SVP-Parteileitung am Montag beschlossen hat, gegen Minister Bondi zu stimmen, hat uns dieser aus eigener Initiative bedeutende Vorschläge zur Entschärfung der faschistischen Relikte unterbreitet, die wir im Sinne der Südtiroler Bevölkerung nicht ausschlagen konnten“, erklären SVP-Obmann Richard Theiner und Landeshauptmann Luis Durnwalder in einer Stellungnahme.

Die Vereinbarung sieht vier Punkte vor:

1) Die allerdings schon so gut wie abgeschlossenen Sanierungsarbeiten am Siegesdenkmal in Bozen würden nur im Einvernehmen fortgesetzt werden. Zudem würden erklärende Tafeln angebracht, die den geschichtlichen Hintergrund des Denkmals und des Ortes ausreichend darlegten.

2) In Bezug auf das Alpini-Denkmal in Bruneck, welches den faschistischen Abessinien-Krieg verherrlicht, werde im Einvernehmen eine neue Lösung ausgearbeitet.

3) Sämtliche Abbilder und Reliefs aus der faschistischen Zeit an öffentlichen Gebäuden würden entfernt und an dafür geeigneten Orten wie Museen als historische Mahnmäler ausgestellt werden. Das Mussolini-Relief am Finanzgebäude werde abgetragen, wobei dazu das Land ermächtigt werde.

4) Bei den Beinhäusern in Burgeis, Gossensass und Innichen, in denen bestattete italienische Gefallene des Ersten Weltkrieges vortäuschen sollen, dass die italienische Armee dieses Land erobert habe, würden erklärende Tafeln angebracht, wobei ein vom Land vorgeschlagene Text zur Anwendung komme.

(weiterlesen…)


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.