Es ist Freitag, der 31. Dezember 2010. Silvester. Im Rai Sender Bozen läuft im deutschen Teil (sic!) der Neujahrsgruß vom italienischen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano. Übersetzt werden seine Worte von einem Dolmetscher ins Deutsche. Was hat so ein Beitrag im Rai Sender Bozen zu suchen? 30 Minuten vergeudete deutsche Sendezeit zu Gunsten der Italiener. Was geht uns Südtiroler dieser Staatspräsidenten dieses uns fremden Staates Italien an, der uns noch nie etwas Gutes getan hat? Wieder mal kann man sehen, wie der Rai Sender Bozen den Südtirolern weiß machen will, dass auch die Südtiroler ein Teil Italiens wären. Als ob die Südtiroler sprachlich oder kulturell auch nur irgendetwas mit dem Stiefelstaat zu tun hätten und sie dieser Napolitano interessiert. So eine Übertragung ist nur zu verurteilen. Ein Tipp an alle: Sofort umschalten und den italophilen Rai Sender Bozen in Zukunft meiden. Er ist nicht für die deutsche Volksgruppe da, sondern spielt das Spiel der italienischen Nationalisten mit.
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So nicht lieber Rai Sender Bozen!
Dezember 31, 2010Irelands Call & Südtirols Ruf
März 11, 2010Minderheiten in Europa
Januar 3, 2010Anbei ein Interview von news.de mit dem Direktor Jan Diedrichsen von der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen mit Sitz in Flensburg. Nachdem man das Interview durchgelesen hat, sieht man, dass dem Herrn Diedrichsen das mit der Autonomie einige SVP-Politiker wohl sehr schlecht erklärt haben. Er spricht von einer “fast kompletten Autonomie” in Südtirol. Oje, oje. Polizei, Justiz, Militär, Post, Bahn und vieles mehr sind nicht in Südtiroler Hand. Wo kann man da von “fast kompletter Autonomie” sprechen? Ein wahrlich schwacher Direktor für Minderheiten. Wenn er bei Südtirol schon so verharmlosend daherredet, was tut er dann bei Minderheiten im Osten Europas, die noch schlechter dastehen als wir Südtiroler? Auch dort alles schönreden? Oder auch die Passage, in der er den Katalanen Boshaftigkeit unterstellt, wenn diese aus einem Unrecht wieder ein Recht machen. Ein Direktor der FUEV müsste eigentlich für das Selbstbestimmungsrecht eintreten und nicht so verharmlosend daherreden. Hier der vollständige Text des Interviews:
Minderheiten
Zwischen Stühlen und gegen den Strom
Über 300 Völker und Gruppen in Europa leben nicht in ihrem eigenen Land. Sie sind Minderheiten. 86 vertritt die Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen mit Sitz in Flensburg. Direktor Jan Diedrichsen spricht mit news.de über ein weites Feld.
Was zeichnet die europäischen Minderheiten aus?
Diedrichsen: Die Landschaft ist sehr heterogen, es reicht von den Katalanen, die mit acht Millionen eine größere Masse ausmachen als viele EU-Staaten bis runter zu den paar hundert Forstfinnen in Schweden. Wir haben Mitglieder von Sibirien bis Westfriesland und von Südtirol bis zu den Sami im Skandinavischen. Von daher sind die Ansprüche und Interessen sehr unterschiedlich.
Welche Ansprüche kann die Fuev denn erfüllen?
Diedrichsen: Wir verschaffen den Minderheiten eine Stimme bei der EU, beim Europarat, bei der OSZE und zum Teil auch bei der Uno. Es wird sehr viel vom Europa der Vielfalt gesprochen, aber wenn man sich mit einem EU-Politiker unterhält, sagt er, das ist Nationalstaatsaufgabe. Da muss umgedacht werden. Wir haben aber einen Lissabonvertrag, wo im Artikel 2 die Minderheiten zum ersten Mal als schützenswertes europäisches Erbe genannt werden. Da müssen sie jetzt auch aus den Puschen kommen und sehen, wie sie das machen wollen. Es ist ja der Gedanke Europas, dass wir unsere Vielfalt achten, wir wollen ja gerade nicht der Schmelztiegel sein wie die USA.
I Taliàne ài na Nazión o un Štàto?
Dezember 16, 2009I Taliàne ài na Nazión o un Štàto?
Nazione: voce dotta, dal latino “Natione(m)”=nascita, poi popolazione, da “Natus”=nato. Il complesso degli individui legati da una stessa lingua, storia, civiltà, interessi, tradizioni, aspirazioni, specialmente in quanto hanno coscienza di questo patrimonio comune. (vocabolario della lingua italiana “Lo Zingarelli 1996”)
Ora, se tanto mi dà tanto, sono molto più “Italiani” i Sanmarinesi, i cittadini di Malta e/o del Vaticano, e gli svizzeri ticinesi, piuttosto che i sardi, i ladini, i tedeschi dell’ tirolo meridionale, o i francesi valdostani. Partendo da questo principio, l’Italia non può considerarsi Nazione sia per la questione delle altre etnie, che per la questione delle popolazioni italiane in altri stati sovrani.
Catalunya no és ni mai serà Espanya!
Dezember 2, 2009Heimat unter fremden Fahnen – Flandern
November 29, 2009Heimat unter fremden Fahnen – Baskenland – Flandern – Südtirol
Flandern:
Flandern erstreckt sich von der Nordseeküste (Dünkirchen) bis Limburg. Es liegt also genauso wie Südtirol am Rande eines Sprachgebietes. Flandern war und ist wirtschaftlich sehr bedeutend, deshalb wurde es seit jeher immer wieder von fremden Mächten besetzt (Spanien, Österreich, Frankreich). Dies führte zur Loslösung von den Niederlanden zu dem Flandern sprachlich und kulturell gehört. Während der Reformationszeit setzte die Protestantenverfolgung ein, wodurch sehr viele Flamen nach Holland flüchteten. 1648 wurde der südliche Teil Flanderns von den Franzosen annektiert, daraus entstand Französisch-Flandern. Nach dem Wiener Kongress wurde Flandern in einem Kunststaat mit den wallonischen Franzosen vereint. Im 1. Weltkrieg kämpften die Flamen als Belgische Soldaten auf Seiten der Entenete. Viele fielen im Krieg, auch weil die Offiziere meist Wallonen waren, und ihre Untergebenen Französisch nicht verstanden. In der Zwischenkriegszeit erlebte das Flamentum eine große Renaissance. In dieser Zeit begann auch die offene Ablehnung gegenüber dem Belgischen Staat. Heute ist Flandern der Wirtschaftsmotor Belgiens.




