Archiv für die Kategorie ‘selbstbestimmung’

Peter Wieland – ermordet durch Alpini

Mai 29, 2012
Peter Wieland Olang - ermordet

Peter Wieland Olang – ermordet

Rückblick:

Alpini-Aufmarsch unter der Kriegsflagge am 11. – 13. Mai 2012 in Bozen:

Peter Wieland:

Das vergessene Opfer einer Bluttat

Anlässlich der „Adunata“, des großen Alpini-Treffens in Bozen, konnte man den Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder in bester Laune auf der Ehrentribüne bewundern.

An seiner Seite sah man den Bozner Bürgermeister Luigi Spagnolli und eine Reihe anderer italienischer Politiker, hohe Offiziere der Alpini-Truppe sowie die Vertreter der Alpini-Vereinigung ANA.

Es wäre schön gewesen

Es wäre schön gewesen, wenn der Südtiroler Landeshauptmann anlässlich des Alpini-Treffens an ein unschuldiges Opfer der Sechzigerjahre erinnert hätte, das einer Darstellung der Zeitung „Dolomiten“ zufolge von einem Alpini-Unteroffizier regelrecht hingerichtet worden war. Wir sprechen von dem niemals gesühnten Tod des jungen Peter Wieland aus Olang, der völlig in Vergessenheit geraten ist.

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Der Tiroler – Rufmordversuch

Januar 29, 2011
Der Tiroler - Zeitschrift

Der Tiroler - Zeitschrift

Rufmordversuch an der Zeitschrift “Der Tiroler” ist zum Scheitern verurteilt

Presseaussendung der „Kameradschaft der ehemaligen Südtiroler Freiheitskämpfer“

„Der Tiroler“ – weder „rechts-“ noch „links-lastig“

In den „Dolomiten“ wurde unlängst die Zeitschrift „Der Tiroler“ als „rechtslastig“ bezeichnet. Diese Bezeichnung sollte offenbar abqualifizieren und die Objektivität der Zeitschrift in Frage stellen.

Dagegen verwahrt sich die “Kameradschaft der ehemaligen Südtiroler Freiheitskämpfer“, welche den „Tiroler“ herausgibt und stellt fest, dass der „Tiroler“ grundsätzlich keine Stellungnahmen zu politisch-weltanschaulichen Fragen des demokratischen Parteienspektrums abgibt.

Daher ist „Der Tiroler“ weder „rechtslastig“ noch „linkslastig“, sondern er überlässt ideologische Fragen den politischen Parteien und den diesen nahe stehenden Kreisen.

„Der Tiroler“ befasst sich mit Themen, welche die Freiheit und anzustrebende Einheit des Landes Tirol behandeln.

Allerdings lehnt die „Kameradschaft der ehemaligen Südtiroler Freiheitskämpfer“ jegliche Diktatur ab, weil in Diktaturen die Menschenrechte unterdrückt werden. Das gilt für rechte ebenso wie für linke Diktaturen.

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Süd-Tirol: Es gibt italienische Freunde – verbünden wir uns mit ihnen

August 22, 2010

Tiroler Fahne in Südtirol

Tiroler Fahne in Südtirol

“Um die Völker auszulöschen, beginnt man damit, sie ihrer Erinnerung zu berauben. Man zerstört ihre Bücher, ihre Kultur, ihre Geschichte, ihre Symbole, ihre Fahne.
Und irgendjemand anderer schreibt dann ihre Bücher, gibt ihnen eine andere Kultur, erfindet für sie eine andere Geschichte und zwingt ihnen andere Symbole und eine andere Fahne auf.
Danach beginnt das Volk zu vergessen, wer es gewesen ist, wenn nicht die geschichtliche Erinnerung von neuem geweckt wird.“

(Gabriele Marzocco, Journalist und Vorkämpfer für die Bewahrung ethnischer Identitäten, Gründer der Zeitschrift “ Nazione Napoletana“)

Es gibt italienische Freunde – verbünden wir uns mit ihnen !

Durnwalder warnt vor Hochstilisierung des „Schilderstreites“ zu italienisch-deutschem Konflikt

Auf seiner Sommer-Pressekonferenz in Pfalzen erklärte der Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder am 12. August 2010, dass er befürchte, dass der „Schilderstreit“ in der Ortsnamensfrage zu einem Problem zwischen der deutschen und der italienischen Volksgruppe ausarten könnte. Dies bereite ihm Sorgen und er würde dies gerne verhindern.
Tatsächlich sind die Sorgen des Südtiroler Landeshauptmannes nicht unbegründet.
Lokale extreme italienische Nationalisten sowie einige Exponenten der mit Neofaschisten durchsetzten Regierung in Rom versuchen, den italienischen Mitbürgern in Südtirol einzureden, dass ein Verzicht auf die von dem Faschisten Tolomei erfundenen italienischen Orts- und Flurnamen gleichbedeutend mit der Auslöschung des italienischen Kulturgutes sei.
Hier wird zu parteipolitischen Zwecken in verantwortungsloser Weise ein italienisch-deutscher Kulturkampf in Form eines geistigen Bürgerkrieges vom Zaun gebrochen.

Immer mehr vernünftige Italiener durchschauen den Betrug

Viele Italiener gehen aber den faschistisch-nationalistischen Aufstachelungen nicht mehr auf den Leim und äußern dies öffentlich. Gerade angesichts zunehmender faschistischer Provokationen entdecken anders gesonnene Italiener ihre Vorliebe für regionale Selbständigkeiten und Kulturen und deren Bewahrung. Damit wächst auch das Verständnis für Fragen der Autonomie und der Selbstbestimmung Südtirols.
Die Äußerungen der Toleranz und der Solidarität von italienischer Seite sollten die deutschen und ladinischen Tiroler dazu veranlassen, auf diese Freunde ebenfalls freundschaftlich zuzugehen.

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Selbstbestimmung für Katalonien

Juli 10, 2010
En Català

En Català

Gerade läuft in Barcelona eine Kundgebung für die Selbstbestimmung mit einer Million Leuten. Die Großkundgebung wird im katalanischen Fernsehen live übertragen.

Beeindruckend, wie selbstverständlich es in Katalonien ist, sich für die Selbstbestimmung einzusetzen. Dieses stolze katalanische Volk hätte sich die Unabhängigkeit vom Staat Spanien wirklich verdient im Gegensatz zum Süd-Tiroler Volk, das bis auf die Südtiroler Freiheit, den Südtiroler Schützen und einigen wenigen Privatpersonen aber auch rein gar nichts für die Selbstbestimmung für Tirol tut. Wahrscheinlich müssen wir Tiroler gleich lang bei Italien sein, wie Katalonien bei Spanien, damit wir wieder zu uns selbst finden.

Wem die Schuld geben an der Misere in Südtirol? Die Antwort ist ganz klar. Die Südtiroler Volkspartei trägt die alleinige Schuld. Sie hätte die Möglichkeit den Weg in die Freiheit zu gehen. Aber was tut sie? Sie läßt sich vom Staat Italien kaufen, um auf die Scheinautonomie zu setzen, anstatt den Schritt in die Unabhängigkeit zu gehen. Feiglinge!

„Ohne Opfer keine Freiheit“

Juni 21, 2010
Prof. Dr. Günther Andergassen

Prof. Dr. Günther Andergassen

„Ohne Opfer keine Freiheit“

Prof. Dr. Günther Andergassen, ein herausragender österreichischer Kulturschaffender unserer Tage, legt unter dem Titel „Ohne Opfer keine Freiheit“ das Erinnerungsbuch seines Lebens der Öffentlichkeit vor.

Günther Andergassen wurde am 17. April 1930 in Margreid geboren. Er erlebte die rigorosen Entnationalisierungsmaßnahmen des Faschismus und die brutale Unterdrückung der deutschen Kultur. Er besuchte heimlich die verbotene „Katakombenschule“ und im Jahre 1939 entschied sich sein Vater bei der den Südtirolern aufgezwungenen Option für die Auswanderung nach Deutschland, damit der Bub mit der deutschen Sprache und in der deutschen Kultur aufwachsen konnte.

Nach 1945 machte Andergassen in Nordtirol eine bewundernswerte Karriere als Musikpädagoge, Musikwissenschafter, Komponist und Dirigent.

Die Tatsache, daß Rom in Südtirol weiterhin ungeniert die Vollendung der vom Faschismus eingeleiteten „ethnischen Lösung“ der Südtirolfrage verfolgte, führte Günther Andergassen in die Reihen des „Befreiungsausschusses Südtirol“ (BAS), dessen Leitung in Nordtirol er im Herbst 1961 übernahm. Er wurde später in Italien verhaftet, zu 30 Jahren Kerker verurteilt und kam im Zuge der mit so vielen Opfern erkämpften „Paketlösung“ nach 7 Jahren zermürbender Haft wieder frei.

In Innsbruck empfing ihn nach seiner Heimkehr der Nordtiroler Landeshauptmann Eduard Wallnöfer am 23. Dezember 1970 persönlich mit einem herzlichen Händedruck und den Worten:

„Vergelt’s Gott! Wenn ös net g’wesen wart’s, hätt’n mer net amol a Paket.“

Günther Andergassen tritt heute öffentlich auf Veranstaltungen und bei Vorträgen für das Selbstbestimmungsrecht Südtirols ein und er nimmt bei jeder Gelegenheit Stellung gegen die unfaßbare Tatsache, daß in Südtirol nach wie vor faschistische Denkmäler stehen, die den Diktator Mussolini und seine menschenverachtende Ideologie verherrlichen.

In der Ausgabe Nr. 24 des Südtiroler Wochenmagazins „FF“ (14. Juni 2010) hat Prof. Dr. Günther Andergassen einem bekannten Südtiroler Zeitgeistjournalisten ein Interview über seine Erlebnisse im Südtiroler Freiheitskampf und über seine persönlichen Einstellungen zu grundsätzlichen Fragen gegeben.

Dieses Interview zeichnet sich durch Festigkeit und Würde aus.

„FF“: Sie sind 80 geworden, haben das Aussehen eines gütigen alten Herren. Was ist geblieben vom Terroristen oder Freiheitskämpfer, wie Sie sich selber bezeichnen?

Günther Andergassen: Ich bin am 2. April 1964 in Venedig verhaftet worden, auf einer Reise nach Italien – mein Lieblingsfach war neben der Musik immer die Kunstgeschichte. Damit begann ein Loch in meinem Leben, das sieben Jahre umfasst. Jemand hatte mich verraten – den Namen des Verräters will ich nicht mehr in den Mund nehmen. Verhaftet worden bin ich ja erst am dritten Tag der Reise, zwei Herren in Zivil sind auf mich zugekommen und haben mich gefragt: Sind Sie derjenige. Ja, habe ich geantwortet. Ich bin schon in der ersten Nacht nach Bozen gebracht worden, dort bin ich drei Tage lang Tag und Nacht verhört worden. Ja, so ist es gekommen. Danach wurde ich zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt, sieben davon habe ich in Gefangenschaft verbracht.

Prozeß in Mailand 1966: Günther Andergassen (ganz rechts) wird zu 30 Jahren Kerker verurteilt. Seine Südtiroler Mitangeklagten Franz Ebner Richard Kofler Andreas Ladurner erhalten ebenfalls hohe Haftstrafen.

„FF“: Meine Frage war, was geblieben ist.

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Der neue Tiroler 2010 ist da:

Juni 15, 2010

Der Tiroler 2010

Der Tiroler 2010

Seit Jahren verlegt die „Kameradschaft der ehemaligen Südtiroler Freiheitskämpfer“ die Zeitschrift „Der Tiroler“, deren einzelne Ausgaben sich jeweils mit bedeutenden Schwerpunktthemen befassen.

An dieser Publikation wirken Journalisten, Vertreter von Verbänden und Vereinen, Freunde und Unterstützer der Anliegen Gesamttirols aus den Bereichen der Politik und Wirtschaft sowie Angehörige des öffentlichen Dienstes mit.

Entsprechend solide und dicht sind die im „Tiroler“ gebotenen Informationen.

Die meisten dieser verschwiegenen Mitarbeiter ersuchen darum, daß ihre Namen vertraulich behandelt werden. Der geneigte Leser wird angesichts des allgemein bekannten Toleranzniveaus, welches vor allem Verleger und Politiker in Österreich ständig gegenüber allen Mitarbeitern mit abweichenden Meinungen demonstrieren, Verständnis für einen solchen Wunsch nach Vertraulichkeit haben.

Die neueste Ausgabe behandelt das Gedenkjahr „200 Jahre Tiroler Freiheitskampf“, welches am 20. Februar 2010 – dem Todestag Andreas Hofers – offiziell endete.

Dieses Gedenkjahr war nicht ganz so verlaufen, wie die hohe Politik es sich erwartet hatte. Vor allem der Landesfestzug in Innsbruck war trotz aller Bemühungen Rom-höriger Politiker nicht zu einem bloßen Trachtenfestzug, sondern zu einer beeindruckenden Bekundung des Wunsches nach Einheit und Freiheit eines ungeteilten Landes Tirol geraten.

Alles ist dokumentiert – das Gute ebenso Intrigen

Die nun vorliegende Ausgabe des „Tiroler“ dokumentiert die wichtigsten Ereignisse des Gedenkjahres 2009 – 2010: Die Versuche mancher Politiker, mit Drohungen, Intrigen und Beschimpfungen jegliche Bekundung zur Landeseinheit Tirols zu verhindern, aber auch die bewegenden und schönen Begebenheiten in diesem für Tirol so bedeutenden Jahr. Und vor allem bietet „Der Tiroler“ einen durchaus realistischen Ausblick auf eine spannende Zukunft.

Vielen wird es warm um Herz werden, wenn sie in ebenso sachlich dokumentierter wie spannender Form lesen können, daß in diesem Gedenkjahr ein breiter Aufbruch – vor allem der Jugend – in die Richtung der kommenden Landeseinheit erfolgte.

Und viele Menschen wird es freuen, wenn sie nachlesen können, wie sich Patrioten aus allen Schichten der Bevölkerung gegen verordnete Verlogenheit und Willfährigkeit fröhlich durchgesetzt haben.

Viele, vor allem die direkt Betroffenen, wird mit Genugtuung erfüllen, wenn sie nochmals nachlesen können, wie zehntausende Tiroler den Freiheitskämpfern der sechziger Jahre zujubelten und vor den teilweise schreckerstarrten Gesichtern der „hohen Prominenz“ laut „Danke, Danke!“ riefen.

Einige Politiker und ihre ergebenen Handlanger werden sich ärgern, daß ihr wenig heldenhaftes Verhalten im Heldengedenkjahr dauerhaft für folgende Generationen festgehalten ist. Daß dokumentiert ist, wie sie Patrioten als „Hetzer“ und „Zündler“ und als „Ewiggestrige“ zu verleumden versucht hatten und zuletzt doch ausgelachte „zweite Sieger“ blieben.

Zu diesen Leuten gehören auch einige „Landhausschützen“, die nicht begriffen haben, daß das Wort „Schütze“ nach mehrhundertjähriger Tradition bedeutet, daß der Träger dieser Ehrenbezeichnung für den Schutz der Heimat, ihrer Freiheit und Einheit steht.

Tradition bedeutet nicht die Weitergabe der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers!

Fordern Sie die Dokumentation an!

Lieber Leser, ob Sie zu nun denen gehören, die sich freuen werden oder zu jenen, die vermeinen, sich ärgern zu müssen, lesen Sie diese Sondernummer des „Tiroler“!

Sie hat einen Umfang von 108 großformatigen Seiten, ist mit vielen Bildern ausgestattet und hervorragend dokumentiert. Lesen Sie ganz einfach und wenn Ihnen der Inhalt gefallen hat, helfen Sie bei der Weiterverbreitung!

Wenn Sie in den nächsten zwei Wochen diese Ausgabe nicht automatisch mit der Post bekommen, fordern Sie bitte die Zusendung an bei:

tirol-info@gmx.at

oder: Postfach  8, A-6170 Zirl, Tirol (Nord)

Auch über Buchhandlungen im ganzen deutschen Sprachraum bestellbar!

Fragen Sie auch ruhig in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach. Alle buchhändlerischen Nachschlagwerke machen es jeder guten Buchhandlung möglich, diesen „Tiroler“ jederzeit zum VK von nur 8,00 Euro für Sie zu besorgen.

Und sie können dem Buchhändler durch die Angabe der

ISBN 978-3 921916-08-7

zusätzlich helfen!

Fordern Sie zusätzliche Stückzahlen an, wenn Sie mit dem Lehrer in der Schule, im Ortsverband ihrer Partei oder in ihrem Verein über die Frage der Landeseinheit Tirols und die diesbezügliche Rolle der Politik auf der Grundlage von Fakten diskutieren wollen.

Wir stellen Ihnen für solche Zwecke kostenlose Exemplare zur Verfügung!

Schreiben Sie uns!

Zukunftstagung – Südtirol und das Heimatland Österreich

Februar 20, 2010
Los von Rom

Los von Rom

ZUSAMMENFASSUNG ZUKUNFTSTAGUNG
„Südtirol und das Heimatland Österreich“
vom 17. – 18.2.2010 in Gnadenwald/Tirol

NAbg. Werner Neubauer: „Notwendigkeit von Zukunftsstrategien zum Schutze Süd-Tirols“

Gerade jetzt, besteht die Notwendigkeit, Maßnahmen zu setzen: Italiens Außenminister Frattini, will die “Privilegien“ Süd-Tirols abschaffen, Minister Brunetta meint, „der Sonderstatus für manche Regionen soll bald der Vergangenheit angehören“ und andere, etwa auch LAbg. Holzmann, fordern die Abschaffung der vierjährigen Ansässigkeitsklausel. Diese Ankündigungen sind sämtliche auf eine Abschaffung der Autonomie gerichtet.

Die Bundesregierung und ihr Kanzler haben sich sowohl hier, als auch hinsichtlich zahlreicher Vorfälle, etwa im Zusammenhang mit der Missachtung der Zweisprachigkeitspflicht bei Behörden in Süd-Tirol, immer verschwiegen. Insbesondere die ÖVP glaubt, die Autonomie sei ohnehin durch die UNO garantiert und habe internationale Vorbildwirkung. Zudem macht man wissentlich Verträge, die nicht halten, um den Menschen vorzutäuschen, die Europa-Region sei „auf Schiene“, tatsächlich aber ist diese ohne Rechtsgrundlage.

Italien selbst betrachtet die Süd-Tirol-Frage nach wie vor als rein inneritalienische Angelegenheit. Lösungsmöglichkeiten für Süd-Tirol nach dem Vorbild der finnischen Aaland-Inseln oder des schweizerischen Kantonal-Systems wurden bislang nicht genützt. Die Autonomie ist aber in der bestehenden Form keinesfalls rechtlich abgesichert.

Dr. Helmut Golowitsch: „Südtirol – Von St. Germain über den Paketabschluss bis heute“

Der Italiener-Anteil sinkt, nachdem er zuvor auf 35 % gestiegen war, ab den 1970ern, auf 29 % im Jahr 1981 und 26 % aktuell. Gleichzeitig kommt es zur Massenzuwanderung aus der dritten Welt. Der Ausländeranteil wird in den nächsten zehn Jahren von 5 % auf 14 % steigen, 25.000 neue Wohnungen werden errichtet werden müssen. Die meisten Zuwanderer werden sich bei Einbürgerung als Italiener deklarieren! In 25 Jahren werden Deutsche und Ladiner nicht mehr die Bevölkerungsmehrheit in Süd-Tirol stellen. Deshalb gilt es, jetzt zu handeln und jetzt Lösungen zu finden.

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Hans Stieler – Freiheitskämpfer

Januar 18, 2010
Hans Stieler ganz rechts - Stielergruppe

Hans Stieler ganz rechts - Stielergruppe

Abschied von einem großen Tiroler:

Hans Stieler – ein Leben für die Freiheit und die Heimat

Ein guter Kamerad, ein großer Tiroler Patriot und aufopfernder Mitstreiter ist von uns gegangen. Hans Stieler starb im Krankenhaus an einem Herzinfarkt. Wir gedenken seiner in tiefer Trauer.

Hans Stieler wurde 1926 in Gries bei Bozen geboren. Der Staat verpaßte ihm damals zwangsweise den italienischen Vornamen „Giovanni“. Als junger Bursch lernte er den Faschismus dann noch näher kennen: Die Zwangsitalianisierung, die gelenkte Zuwanderung, die Enteignung von Grund und Boden, die auch seine Eltern hart traf.

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Sepp Mitterhofer – Südtiroler Freiheitskämpfer

Januar 4, 2010

 

Sepp Mitterhofer - Südtiroler Freiheitskämpfer

Sepp Mitterhofer - Südtiroler Freiheitskämpfer

 

Sehr treffend hat der Obmann des Südtiroler Heimatbundes, Sepp Mitterhofer in seinem Jahresrückblick die politische Situation in Südtirol beschrieben. Wenn man bedenkt, dass er nach der Feuernacht am zweitlängsten inhaftiert war (fast 8 Jahre, Jörg Pircher aus Lana ist noch länger gesessen), dann kann man vor so einem aufrechten Mann nur den Hut ziehen, dass er immer noch so eifrig mit vollem Einsatz für ein freies südliches Tirol weiterkämpft. Er ist ein wahres Vorbild für die Jugend Tirols!

Wer mehr über den Südtiroler Freiheitskampf erfahren will, kann dies hier tun:

www.südtiroler-freiheitskampf.net

Jahresrückblick von Sepp Mitterhofer:

Das nun zu Ende gehende Jahr 2009 war geprägt durch das 200jährige Gedenken an den Freiheitskampf der Tiroler von 1809. In ganz Tirol wurden zu diesem Anlass kirchliche und weltliche Gedenkfeiern abgehalten; es wurden bleibende Aktionen gesetzt wie Gedenksteine und Tafeln enthüllt, Straßen und Plätze wurden nach den Freiheitskämpfern benannt und anderes mehr. Der Höhepunkt des Gedenkjahres war unzweifelhaft der Landesfestumzug in Innsbruck mit 35.000 Teilnehmern aus allen Teilen Tirols und den 70.000 Zuschauern. Der Festumzug war ein großartiges, gut organisiertes Ereignis, auf das Tirol stolz sein kann: Die Einheit in der Vielfalt der Vereine, Trachtengruppen, Schützen, Musikkapellen, Traditionsverbände, Militär, Feuerwehren, Aktivisten des Freiheitskampfes usw. Dank der Hartnäckigkeit des Südtiroler Schützenbundes wurden auch Transparente mit politischen Botschaften aus Südtirol mitgetragen. Im Vorfeld des Festumzuges hat es monatelange Diskussionen über das Mittragen der Dornenkrone und der Transparente mit den politischen Aussagen gegeben. Die Politiker diesseits und jenseits des Brenners wollten ursprünglich einen folkloristischen Schönwetterumzug veranstalten, welcher Tirol in den besten Farben darstellen und sogar die Einheit Tirols widerspiegeln sollte. Sie wollten keinesfalls Italien durch das Mittragen von Aussagen wie „Los von Rom“, „Wiedervereinigung Tirols durch Selbstbestimmung“ usw. vergraulen und dadurch die Handelsbeziehungen stören!
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Minderheiten in Europa

Januar 3, 2010
Europa der Völker - Landkarte

Europa der Völker - Landkarte

Anbei ein Interview von news.de mit dem Direktor Jan Diedrichsen von der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen mit Sitz in Flensburg. Nachdem man das Interview durchgelesen hat, sieht man, dass dem Herrn Diedrichsen das mit der Autonomie einige SVP-Politiker wohl sehr schlecht erklärt haben. Er spricht von einer “fast kompletten Autonomie” in Südtirol. Oje, oje. Polizei, Justiz, Militär, Post, Bahn und vieles mehr sind nicht in Südtiroler Hand. Wo kann man da von “fast kompletter Autonomie” sprechen? Ein wahrlich schwacher Direktor für Minderheiten. Wenn er bei Südtirol schon so verharmlosend daherredet, was tut er dann bei Minderheiten im Osten Europas, die noch schlechter dastehen als wir Südtiroler? Auch dort alles schönreden? Oder auch die Passage, in der er den Katalanen Boshaftigkeit unterstellt, wenn diese aus einem Unrecht wieder ein Recht machen. Ein Direktor der FUEV müsste eigentlich für das Selbstbestimmungsrecht eintreten und nicht so verharmlosend daherreden.  Hier der vollständige Text des Interviews:

Minderheiten

Zwischen Stühlen und gegen den Strom

Über 300 Völker und Gruppen in Europa leben nicht in ihrem eigenen Land. Sie sind Minderheiten. 86 vertritt die Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen mit Sitz in Flensburg. Direktor Jan Diedrichsen spricht mit news.de über ein weites Feld.

Was zeichnet die europäischen Minderheiten aus?

Diedrichsen: Die Landschaft ist sehr heterogen, es reicht von den Katalanen, die mit acht Millionen eine größere Masse ausmachen als viele EU-Staaten bis runter zu den paar hundert Forstfinnen in Schweden. Wir haben Mitglieder von Sibirien bis Westfriesland und von Südtirol bis zu den Sami im Skandinavischen. Von daher sind die Ansprüche und Interessen sehr unterschiedlich.

Welche Ansprüche kann die Fuev denn erfüllen?

Diedrichsen: Wir verschaffen den Minderheiten eine Stimme bei der EU, beim Europarat, bei der OSZE und zum Teil auch bei der Uno. Es wird sehr viel vom Europa der Vielfalt gesprochen, aber wenn man sich mit einem EU-Politiker unterhält, sagt er, das ist Nationalstaatsaufgabe. Da muss umgedacht werden. Wir haben aber einen Lissabonvertrag, wo im Artikel 2 die Minderheiten zum ersten Mal als schützenswertes europäisches Erbe genannt werden. Da müssen sie jetzt auch aus den Puschen kommen und sehen, wie sie das machen wollen. Es ist ja der Gedanke Europas, dass wir unsere Vielfalt achten, wir wollen ja gerade nicht der Schmelztiegel sein wie die USA.

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