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Tiroler Sportler-Marsch

März 7, 2010
Flagge Tirol Fahne

Flagge Tirol Fahne

Tiroler Sportler-Marsch

1.

Tiroler Sportler, wir rufen aus,

tragen den Namen Tirol hinaus.

Bodenständig, olympischer Sinn,

erringen sie Gewinn.

Ob Dibiasi, Thöni und Schranz,

ihnen gebührt der Goldene Kranz.

Das Ziel vor Augen, so hart wie Holz,

ja sie sind der Tiroler Stolz.

2.

Ob im Winter bei Schnee und Eis,

oder im Sommer den ersten Preis.

Sailer, Kapfinger, Jara oder Prock,

ja sie stehn am ersten Stock.

Harte Arbeit, Talent und Fleiß,

trainieren täglich mit Kampfund Schweiß.

Von Dolomiten ins Außerfern,

ja wir sehn unserer Sportler gern.

Musik: Manfred Hechenblaickner, Reith im Alpbachtal

Text: Klothilde Egger-Oberarzbacher (Steinhaus, Ahrntal)/Manfred Hechenblaickner

Auftraggeber: Alfred Oberhofer, Vals

Gehegte Faschistendenkmäler

März 4, 2010
Siegesdenkmal Bozen Faschistendenkmal

Siegesdenkmal Bozen Faschistendenkmal

In Bozen stehen zwei steinerne Monster staatlicher Faschismus-Verehrung, so als ob sich seit den Zeiten Hitlers und Mussolinis nicht geändert habe:

Auf dem Finanzamt in Bozen, dem früheren „Haus des Faschismus“,  reitet auf einem Steinrelief ein überdimensionaler „Duce“ mit faschistischem Gruß. Eine Inschrift belehrt die Bürger, daß sie an den Faschismus glauben, ihm gehorchen und für ihn kämpfen sollen („credere, obbedire, combattere“).

Das zweite Monster ist ein aus steinernen Liktorenbündeln bestehender Faschistentempel, das sogenannte „Siegesdenkmal“ mitten in Bozen, welches mit einer Inschrift verkündet, daß Italien den Südtirolern die Sprache, die Gesetze und die Kultur gebracht habe.

Vor diesem Denkmal sammelten sich einst uniformierte Faschisten, um zusammen mit reichsdeutschen SA-Abordnungen den „Duce“ und Hitler zu feiern und im Jahr 2009 hielten die italienischen Alpini vor dem faschistischen Heiligtum ihre große Jahresfeier ab.

Beide Denkmäler werden mit staatlichen Mitteln erhalten. Letztes Jahr hat die Regierung Berlusconi, in welcher zu „Postfaschisten“ mutierte Neofaschisten sitzen,  mit der Restaurierung des Siegesdenmals begonnen, um pünktlich zum Alpiniaufmarsch der Besatzungssoldaten im Jahr 2012 wieder zu glänzen.

Hofer ist und bleibt ein Idol

Januar 7, 2010

Andreas Hofer Bild

Andreas Hofer Bild

Andreas Hofer als Held verankert

Ob Freiheitskämpfer oder Landesheld, die Tiroler verehren ihren Andreas Hofer. Erst recht nach dem Gedenkjahr.

Innsbruck – Zum Start des Gedenkjahres machte sich LH Günther Platter Gedanken über Andreas Hofer. Er erklärte ihn zum Helden, der die Treue zu Gott und Vaterland gelebt habe. „Er war auch ein Mensch mit Fehlern und der Fehlentscheidungen getroffen hat“, erklärte er.
Stark im jungen Segment

Und damit ist er auf der Linie der Tiroler. Bei der TT-Umfrage zum Jahreswechsel am Ende des Gedenkjahres erklärten nämlich 69 % der Tiroler Andreas Hofer zum Freiheitskämpfer, für 16 % ist er der Tiroler Landesheld. Für 13 % ist er eine überschätzte historische Figur.

Dabei gehen die Meinungen von Frauen und Männern nur wenig auseinander. So erklärten etwa 66 % der Männer und 72 % der Frauen ihn zum Freiheitskämpfer. Die Anhänger dieser Beschreibung sind etwas verstärkter im jüngeren und älteren Segment zu finden. Dafür sind die meisten Anhänger der Überschätzungstheorie unter den 30- bis 49-Jährigen. Insgesamt haben sie dann übrigens auch einen höheren Schulabschluss. 19 % dieser stellen sich gegen die Verehrung.

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