In Bozen stehen zwei steinerne Monster staatlicher Faschismus-Verehrung, so als ob sich seit den Zeiten Hitlers und Mussolinis nicht geändert habe:
Auf dem Finanzamt in Bozen, dem früheren „Haus des Faschismus“, reitet auf einem Steinrelief ein überdimensionaler „Duce“ mit faschistischem Gruß. Eine Inschrift belehrt die Bürger, daß sie an den Faschismus glauben, ihm gehorchen und für ihn kämpfen sollen („credere, obbedire, combattere“).
Das zweite Monster ist ein aus steinernen Liktorenbündeln bestehender Faschistentempel, das sogenannte „Siegesdenkmal“ mitten in Bozen, welches mit einer Inschrift verkündet, daß Italien den Südtirolern die Sprache, die Gesetze und die Kultur gebracht habe.
Vor diesem Denkmal sammelten sich einst uniformierte Faschisten, um zusammen mit reichsdeutschen SA-Abordnungen den „Duce“ und Hitler zu feiern und im Jahr 2009 hielten die italienischen Alpini vor dem faschistischen Heiligtum ihre große Jahresfeier ab.
Beide Denkmäler werden mit staatlichen Mitteln erhalten. Letztes Jahr hat die Regierung Berlusconi, in welcher zu „Postfaschisten“ mutierte Neofaschisten sitzen, mit der Restaurierung des Siegesdenmals begonnen, um pünktlich zum Alpiniaufmarsch der Besatzungssoldaten im Jahr 2012 wieder zu glänzen.

